Mein erstes Laufwochenende
Einer unserer Laufeinsteiger berichtet über das Laufwochenende in Trappenkamp
Im Frühjahr 2010 beschloss ich, mal den Laufeinsteigerkurs, der vom Lauftreff Wedel angeboten wird, auszuprobieren. Das Laufen machte mir Spaß und so fiel es mir nicht schwer, mich als Mitglied dem Lauftreff längerfristig anzuschließen. Der Lauftreff veranstaltet im Laufe des Jahres neben den wöchentlichen Laufterminen am Dienstag und am Donnerstag auch noch verschiedene andere Aktivitäten. Ein Highlight sollte dabei nach den Aussagen „altgedienter“
Lauftreffmitglieder das Laufwochenende am ersten Wochenende im November sein. Nach kurzem Überlegen (denn ich hatte an jenem Wochenende Geburtstag) entschloss ich mich, daran teilzunehmen. Und nach dem Wochenende kann ich sagen: Es war mit Sicherheit keine schlechte Entscheidung!!!
Nach Abschluß der tollen Planung und Vorbereitung durch Renate, Rolf und Gerhard ging es am Freitag, den 5. November los. Die Anreise zur Landesturnschule in Trappenkamp erfolgte über den Nachmittag verteilt, je nachdem, wie die einzelnen Teilnehmer es zeitlich einrichten konnten. Gegen 15.00 Uhr gab es die erste Möglichkeit zur sportlichen Betätigung, ein 45 minütiger Dauerlauf stand an. Danach konnten die Zimmer endgültig bezogen werden und gegen 18.00 Uhr folgte ein gemeinsames Abendessen. Am Abend wurde dann noch in gemütlicher Runde der Ablauf des weiteren Programms besprochen, unter anderem der für den nächsten Tag anstehende Pulstest.
Am Samstag ging es zu früher Stunde zu einem langsamen Dauerlauf über ca. 45 Minuten los - bei aufgehender Sonne ein ganz neues Laufgefühl für mich. Nach dem Frühstück wurde die Jahresplanung für 2011 besprochen. Der jährlich herausgegebene Flyer mit den Aktivitäten und Veranstaltungen sowie auch Fragen zur Vereinsorganisation wurden erörtert. Am späteren Vormittag gab es dann den Pulstest um herauszufinden, wie hoch die maximale Herzfrequenz der einzelnen Sportler ist. Ziel war es, ein persönliches Laufprofil zu erstellen. Anschließend gab es eine Gymnastik- bzw. Dehnungseinheit.
Auch nach der Mittagspause ging es unvermindert mit sportlichen Aktivitäten weiter. Zuerst in der Theorie - wir sahen uns einen Film von Dieter Baumann an, in dem das so genannte Lauf-ABC und grundsätzliche Fragen zum Laufen erklärt wurden - , danach ging es wieder hinaus und das Gesehene wurde in praktischen Übungen nachvollzogen. Damit war dann der offizielle Teil des Tages geschafft, es gab dann Kaffee und Kuchen und die erschöpften Körper konnten sich anschließend bei Massagen und/oder einem Saunabesuch erholen.
Am Abend gab es noch einen Besuch in einem italienischem Restaurant mit einen gemeinsamen Essen. Wer wollte, konnte danach noch in netter Runde den Abend ausklingen lassen.
Auch am Sonntag ging es sportlich weit
er. Diesmal kam zuerst das Frühstück und nach einer angemessenen Pause ging es los mit einem zwei- stündigen Dauerlauf (für mich der erste Lauf über so einen langen Zeitraum!). Vorher noch ein paar Gruppenfotos für das Familien- album, und dann ab 10.00 Uhr ab in den nahegelegenen wunder- schönen Erlebniswald Trappen- kamp und laufen, laufen, laufen. Wir hatten tolles Wetter, es war zwar kalt, da aber Läufer die richtige Kleidung haben, konnten uns die Temperaturen nicht aufhalten. Nach kurzer Zeit zeigte sich auch die Sonne und es wurde richtig schön. Nach knapp zwei Stunden erreichten wir wieder die Sportschule, in der wir unterge- bracht waren. Mir selbst ist der lange Lauf sehr gut bekommen, ich habe keine Beschwerden oder Wehwehchen zu beklagen. So wird dieser lange Lauf sicherlich nicht mein letzter gewesen sein. Nach erholsamem Duschen haben wir dann unsere Zelte in der Landesturnschule abgebrochen, Koffer und Taschen verstaut und sind zum Abschluss noch zu einem Mittagessen in einen Landgasthof in der Nähe eingekehrt.
Gegen 17.00 Uhr zu Hause angekommen habe ich nach dem Auspacken das Wochenende noch mal Revue passieren lassen und bin zu dem Ergebnis gekommen: Ich laufe weiter und werde mit Sicherheit auch im nächsten Jahr am Laufwochenende teilnehmen.
Michael Koch
555 Euro für Erdbebenopfer in Chile
Erlös des Lauftreff-Sommerfests 2010 als Spende für einen guten Zweck
Die Vorbereitung des jährlichen Sommerfestes wurde überschattet von dem Erdbeben in Chile. Ganz in der Nähe des Epizentrums waren bis vor wenigen Jahren die Lauftreffmitglieder Sylvia und Bernd beruflich tätig. Spontan entschloss sich der Lauftreff Wedel, eine Versteigerung von gespendeten Sportutensilien durchzuführen und den Erlös einer jungen Frau , die in Concepcion studiert und deren Haus und Familie in Mulchen direkt betroffen ist, zukommen zu lassen. Über persönliche Kontakte wurde die 19-jährige Ruth Alarcon gefunden, die nun über ein halbes Jahr vom Lauftreff finanziell unterstützt wird. Immerhin 555 € kamen bei der Versteigerung von Shirts und Laufjacken, von Caps und weiterem Laufzubehör zusammen. Selbst eine hochwertige Pulsuhr von Peter wurde versteigert. Ein großer Dank gebührt allen, die durch Sach-und Geldspenden zum tollen Erlös beigetragen haben und natürlich Doris, der es gelang, selbst für echte Ladenhüter noch Abnehmer zum Ersteigern zu animieren. Wir hoffen, dass wir zumindest einer betroffenen Chilenin konkret bei der Lebensbewältigung mit unserer Spende helfen können.
Gut 45 Lauftreffler feierten ansonsten in lockerer Runde im Garten von Bernd und Sylvia, lenzten das gerade beim Waldenau-Lauf gewonnene Fass Bier (der Preis für die größte angemeldete Gruppe), genossen das tolle Büfett und den milden Sommerabend.
R. Eichfelder
Wedeler Roland Sieger beim Hamburg-Marathon
Der Wedeler Lauftreff beim Hamburg-Marathon 2010
Offenbar angesteckt von der Binnen un Buten Aktion vom 19. - 30. April reichte der älteste Wedeler, der Roland von Wedel, seine Anmeldung beim 25. Hamburg-Marathon ein. Zwar nicht sonderlich gut trainiert – er nimmt nur hin und wieder an den Runden des Wedeler Lauftreffs teil – erreichte er kurz vorm Besenwagen völlig ausgepumpt das Ziel. "War das anstrengend!" meinte der erschöpfte aber glückliche älteste Teilnehmer. Überrascht nahm er dann die Gratulationen entgegen: Er wurde erster der Altersklasse M 600! Aber auch die jüngeren Läuferinnen und Läufer des Wedeler Lauftreffs konnten rundum zufrieden sein: gut trainiert und mit reichlich Kohlehydraten aufgeladen (am Vortag fand die große gemeinsame Pastaparty statt) gelangen Doris (4 h 26`), Andreas W. (3 h 58`) und Thorstens (3 h 50`) tolle Marathonpremieren. Es war der Lohn für viele Trainingsstunden bei Eis, Schnee und Kälte. Die Überraschung gelang allerdings Matthias: mit 3 h 08`erreichte er eine sagenhafte Zeit. Während des Laufs fand er sogar noch die Zeit, für Fotoshootings zu posieren, seine komplette Familie abzuknutschen und mit den zahlreich angereisten Marathonfans vom Lauftreff zu fachsimpeln. Auch die weiteren Teilnehmer konnten mit ihren Leistungen zufrieden sein: Andreas B. (4 h 06`), Corinna (4 h 26`), Peter (5 h 11`), Sylvia (3 h 54`), Wolfgang G. (3 h 58`) und Wolfgang L. (4 h 56`). Leider musste Bernd aufgrund einer Verletzung das Rennen vorzeitig beenden. Insgesamt nahmen also 12 Wedeler Lauftreffler bei diesem sportlichen Großereignis teil! Glückwunsch an alle Finisher! Leider mussten fünf weitere verletzungs- bzw. krankheitsbedingt die Teilnahme absagen. Nicht nur die aktiven Teilnehmer, sondern auch die konditionsstarken Fans vom Lauftreff gaben ihr bestes: stimmgewaltig und mit Einsatz von Glocken, Rasseln und Tröten trugen sie auch ein wenig zum Erfolg bei. Insgesamt war es für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis.
PS: bei genauerem Hinsehen kann man erkennen, dass der Roland nun ein ganz klein wenig zufriedener wirkt auf seinem Sockel, oder
Links: Unser Marathon-Fanclub feuert die Läufer an
Rechts: Trotz 3h08' Endzeit findet Matthias noch Zeit, sich um seine Fans zu kümmern
R. Eichfelder
34. Volkslauf im Klövensteen am 21. Juni 2009
Eine Teilnehmerin unseres Einsteigerkurses 2009 berichtet vom Waldenaulauf
Am 21.06.2009 war es soweit, der 34. Volkslauf vom SUS Waldenau stand auf dem Programm der Lauftreff-Mitglieder.
So ein Lauf ist immer ein ganz besonderes Ereignis und eine positive Herausforderung für uns Neuläufer, die im März 2009 unter der Leitung von Renate den Einsteigerkurs besucht haben. Nach dem Förderlauf im Mai war es der 2. Lauf und daher gab es vorher viele aufregende Fragen: Wie befestige ich die Startnummer optimal am T-Shirt, wie funktioniert die Zeitmessung, wie gut ist die Strecke ausgeschildert – werde ich den Weg finden, schaffe ich es bis zum Ziel?
Fragen über Fragen, doch schon kurz nach dem Eintreffen wurde schnell klar, dass die Waldenauer Organisation super war – selbst an das perfekte Laufwetter wurde gedacht. In der schönsten Morgensonne ging es für die Läufer des Halbmarathons um 09:00 Uhr und für uns 5,2 und die 10 km-Läufer um 09:15 Uhr los. Die Strecke war sehr abwechslungsreich und verlief durch die schönen Wald- und Feldwege des Waldenauer Klövensteen. Es ist ein tolles Gefühl, die kühle Morgenluft einzuatmen und sich beim Laufen den wechselnden Böden anzupassen. Unterwegs standen Streckenposten, die einem den Weg wiesen sowie kleine Schilder mit Kilometerangaben. Sehr beliebt war der Anstieg der Brücke, die über die LSE führt, zu Beginn und zum Ende der Strecke - es gibt Kurven, die gefühlt nie enden wollen. Doch es klappte bei jedem und nachdem die Kurve geschafft war ging es zur Belohnung bergab geradewegs ins Ziel, wo sich schon viele klatschende „Fans“ sowie eine Trommelgruppe versammelt hatten und für eine super Atmosphäre sorgten.
Beim Zieleinlauf durfte man auf keinen Fall vergessen, den „Wetzstopp“, eine Plakette zur Messung der Laufzeit, über ein Gerät zu ziehen, damit der Lauf in die Wertung kommt. Nach und nach kamen alle ins Ziel und erzählten von ihren Erlebnissen während des Laufs. Nun hatten wir es uns verdient, den einen oder anderen Kuchen sowie die leckeren Würstchen, die die Waldenauer Sportkollegen an einem großen Buffet anboten, zu probieren.
Zum Schluss gab es die Siegerehrung und viele von uns konnten Urkunden mit nach Hause nehmen, die an die 3 Läufer mit dem besten Ergebnis jeder Altersklasse vergeben wurden. Ich habe auch eine erhalten und freue mich darauf, mit dem Lauftreff an weiteren schönen Läufen teilzunehmen.
Wie in jedem Jahr stiftete der SUS Waldenau traditionell der größten vorangemeldeten Gruppe ein Fass Bier – wir haben dieses mit 46 Anmeldungen zum zweiten Mal in Folge erhalten – vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben! Damit der Inhalt des Fasses gar nicht erst schlecht werden konnte, war zum Leeren das Sommerfest des Lauftreffs ein willkommener Anlass. Ein herzliches Dankeschön an Gerd plus Familie für das tolle Büfett und den gelungenen Abend!
Daniela Reese
Mit Schwung ins neue Jahr 2009
Neujahrslauf des Wedeler TSV
Bereits zum 7. Mal organisierte der Lauftreff im Wedeler TSV den inzwischen traditionellen Neujahrslauf. Am 01.01.2009 erschien als erster Petrus, schaufelte die Wolken beiseite und wartete ab, wer denn so alles erscheinen würde. Wohlgefällig sah er, dass zunächst Menschen mit halb geschlossenen Augen kamen, die offensichtlich für die Organisation zuständig waren. Wenn das man gut geht, dachte Petrus. Erstaunlicherweise wurde ratzfatz der wenig attraktive Vorraum der Sporthalle am Elbestadion in einen mit bunten Luftballons, Papierschlangen und einem tollen Büfett ausgestatteten Partyraum umfunktioniert. An der Kasse fanden sich vorsätzliche Menschen (also Menschen mit Vorsätzen) ein, die noch unbedingt ein heiß begehrtes Haarband ergattern wollten – die "Eintrittskarte" für den Neujahrslauf. Knapp 100 Läuferinnen und Läufer, einige Walker und ein Hund zählten zu den Glücklichen. Fitnesstrainerin Susanne machte die müden Gestalten schnell warm. Einige verausgabten sich allerdings bereits bei diesem warming-up, so dass mancher kurzentschlossen auf eine kürzere Strecke umdisponierte. Nach aufmunternden Worten und dem Startsignal von Bernd zuckelte der Tross auf 4 Strecken zwischen 3 und 10 Kilometern im gemächlichen Tempo los. Manche wollten allerdings wohl den ersten Teil des Jahres schnell hinter sich bringen – diese flitzten, was das Laufzeug hielt im Höllentempo quer durch den Freizeitpark. Vielleicht wollten sie aber auch nur die ersten am Büfett sein. Caterer Gerd hatte sich mit seiner Crew wieder alle Mühe gegeben, die Hungrigen und Durstigen mit alkoholfreiem Punsch und kulinarischen Leckerlis abzufüttern. Ein dickes Lob gebührt aber nicht nur dem Küchengeschwader, sondern allen Beteiligten und Aktiven, die sich aufgerafft hatten, den ersten Tag des Jahres ein wenig anders zu begehen (bzw. zu belaufen). Übrigens legten alle zusammen nicht weniger als 596 km zurück. Petrus war zufrieden und ließ die Wolken wieder herankarren – während ermattete, aber zufriedene Läuferinnen und Läufer von dannen zogen.
R. Eichfelder

