Gelungener Start ins neue Jahr
Der Neujahrslauf als Start ins Jubiläumsjahr 2012
Die intensive Vorarbeit zahlte sich aus:
der 10. Neujahrslauf war mit Abstand die größte und erfolgreichste bisher durchgeführte Veranstaltung, die der Lauftreff Wedel eigenständig organisiert hat. Gut 200 Menschen von jung bis alt nahmen teil: als Läufer mit Ambitionen, als Genussläufer, als Walker, als aktive Zuschauer oder als tatkräftige Helfer. "Ein toller Start in das neue Jahr", meinte Gerhard Haubrich , der als 10 km-Läufer extra aus Hamburg-Neugraben angereist war und seine Frau als größten Fan gleich mitgebracht hatte. Die ließ es an der Strecke als Zuschauerin eher ruhiger angehen, während ihr Mann mit weiteren 153 Läuferinnen und Läufern insgesamt 1.337 Kilometern auf den drei Strecken über 800 m ("Rolandlauf"), 8 km ("Marschlauf") und 10 km ("Jubiläumslauf) zurück legten. Damit hat der Lauftreff die Wette mit der Haspa Wedel gewonnen, die 800 km-Marke zu "knacken". Die Haspa wird nun das gemeinsame Projekt von Lauftreff Wedel und dem Verein Regionalpark Wedeler Au (Ausschilderung von Laufstecken und Markieren der Kilometer) finanziell unterstützen.
Die Silvesternacht war kurz für die Läufer, die sich ab 10:45 Uhr für die verschiede
nen Läufe bei Michael und seinem Team anmelden konnten – erstmalig in der Sporthalle an der Bekstraße, in der nach den Läufen auch das gemütliche Treffen stattfand. Thorsten eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste. Ratsherr Dr. Stephan Bakan überbrachte die Glückwünsche der Stadt Wedel und schickte die Läufer nach dem Warming Up durch Beate und Sylvia mit einem lauten Startschuss auf die Strecke. Nach Schnee, Eis und Glätte in den Vorjahren hatte sich Petrus diesmal für Nieselregen entschieden, den er allerdings währen der Läufe zwischenzeitlich abstellte. Das gewöhnungsbedürftige Wetter tat der guten Laune keinen Abbruch, führte allerdings bei einigen Teilnehmern zu einer Beschleunigung des Lauftempos, um möglichst schnell unter die heiße Dusche zu kommen. Im Ziel erhielt jeder Finisher eine pfiffige „Medaille“ und eine Tüte mit kleinen Überraschungen der zahlreichen Sponsoren, die Doris erfolgreich motivierte, ihren Teil zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Die Medaille zeigt den Roland in action – laufend … und genau so aktiv erlebten ihn die Anwesenden beim 800 m-Rolandlauf, in dem sich der rüstige Herr mühte, mit den Kindern mitzuhalten. Anschließend stellte er sich noch für ein Fotoshooting zur Verfügung, ehe er sich zum Büfett schleppte und durch das Cateringteam um Gerd, Claudia, Angela und Anne wieder aufpäppeln ließ. Die hatten ohnehin alle Hände voll zu tun, um den Ansturm zu bewältigen.
Auch die schönste Feier geht einmal zu Ende. Bei einem kleinen Umtrunk bedankte sich Renate bei den vielen Helfern für die tolle Unterstützung, ohne die solch eine Veranstaltung nicht stattfinden könnte. Diese war ein gelungener Auftakt der 800 Jahr-Feierlichkeiten anlässlich des runden Geburtstages der Stadt Wedel.
Rolf Eichfelder![]()
Der Roland mit seinem Gefolge auf der 800 m Runde.
Durch die Wedeler Marsch.
Laufwochenende 2011 in St. Peter-Ording
Ein Augenzeugenbericht
Jedes Jahr, Ende Oktober, unternehmen Mitglieder des Lauftreffs ein gemeinsames Wochenende, um das kommende Jahr zu planen, an Laufstil und Lauftechnik zu arbeiten, Trainingseinheiten zu absolvieren, für die an den normalen Lauftagen keine Zeit vorhanden ist und, nicht das unwichtigste Ziel, gemeinsam Spaß zu haben.
Vor 10 Jahren waren es 6 Mitglieder, die das erste Wochenende gestalteten, in diesem Jahr waren wir 41, die mitkamen nach St. Peter-Ording.
Für diejenigen, die nicht mitkommen konnten, hier ein kurzer Blick auf unser Programm:
Freitag: Anreise und am Nachmittag erste kurze Läufe zur Erkundung der Gegend, am Abend eine Information zur Lauftechnik anhand eines Programms von Dieter Baumann, anschließend für unsere Lachmuskeln eine Episode der Serie „Pastewka“, Der Marathon.
Samstag: Wecklauf vor dem Frühstück, Jahresplanung, dann Laufschulung (mit Dirk) und intensive Gymnastik (mit Sylvia und Bernd); nachmittags eine Trainingseinheit mit Spielcharakter; Kaffee und Torte und ein gemütlicher Abend.
Sonntag: ein 2-Stundenlauf am Strand entlang und zum Abschluss ein gemeinsames Mittagessen in Tönning.
Immer wieder sind neue Mitglieder dabei, die ihren eigenen Blick auf das abgelaufene Wochenende haben; an einem solchen lässt uns Susanne nun teilhaben.
(Damit es nicht gar zu insiderhaft wird, gibt es gelegentlich in Klammern einige Ergänzungen; ansonsten orientiert sich Susanne in ihrem Bericht am hier skizzierten Ablaufplan. Viel Spaß!)
Das Laufwochenende
Stolz, dass der Navi unsere Herberge (Nordsee Campus) gefunden hatte, sahen wir ein Dutzend Lauftreffler an uns vorbeiziehen. „Ach schon drei?“ Auf dem Parkplatz grinsten uns die anderen knapp-verpasst-Läufer an. Und weil wir noch hoch motiviert waren, nahmen wir den Deich selbst in die Hand.
Mit den Zimmern waren alle recht zufrieden, auch wenn die einen einen Fernseher und/oder eine Dusche hatten und die anderen nicht. Ich beispielsweise hatte wunderschöne Dachschrägen und drei Beulen weiter war ich froh, ausziehen zu dürfen.
Am Abend lernten wir dank Dirk und Rolf sehr viel über die Fußgelenksarbeit, Skippings, den Kniehebelauf, Anfersen, Hopserlauf, rückwärts laufen, rückwärts hopsern, Seitsprünge, seitwärts kreuzen, Steigungsläufe (nach dem Programm und Vorbild von Dieter Baumann). Pastewka brachte uns später in Marathonlaune. Wie realistisch die Darstellung war, werden wir im April sehen. Achtet ab März auf herumliegende Äste!
Der Abend war sehr ausschweifend. Es wurde viel gesungen, gelacht, beinahe hätten wir auch sehr viel getrunken und ausgiebig gefeiert, wenn nicht am nächsten Morgen um 7 der traditionelle vor-dem-Frühstück-Lauf angesetzt gewesen wäre. Verängstigt (das gilt aber nur einige Neue!) schlichen wir in unsere Betten.
„Was mache ich hier eigentlich?“ fragten sich die meisten, bemüht ausgeschlafen und sportbegeistert zu wirken. Irritiert stellten wir fest, dass die Zeitumstellung erst für die nächste Nacht vorgesehen ist und wir im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln standen. Glücklich ist dann der, der einen laufenden Leuchtturm (d.i. unser Längster mit Kopfleuchte) bei sich hat. Und so bemühte sich jeder in der kalten, einsamen, unebenen Salzwiese in Torbens absoluter Nähe zu bleiben. Wie die kleinen Küken hinter ihrer Entenmama, hingen wir lästig (einige auch eher lässig) an seinem Rockzipfel und brachten ihn hin und wieder aus dem Tritt - hatten aber eine gute Sicht.
Doch der helle Stern leuchtete uns den Weg und so trafen wir kurz darauf in der Herberge ein. Da lag sie verträumt vor uns, unscheinbar im Tau des Morgens gebettet: die Mensa. Und weil wir befürchteten, dass Torben großen Hunger haben könnte, beeilten wir uns, vor ihm da zu sein. Stern hin oder her. Hier ging es um handfestes Essen.
Bei der anschließenden Jahresbesprechung war das Engagement sehr hoch und die Zeit zu kurz bemessen. Natürlich lag das nicht daran, dass den Meisten bereits alles weh tat und als nächster Programmpunkt Folter (so sehen es nur Ungeübte!) vorgesehen war.
Dirk, Sylvia und Bernd bewiesen sich als echte Sadisten (auch Läuferinnen und Läufer brauchen gelegentlich eine feste Hand!!). Durchaus wurde bemerkt, wie sie sich freuten, je höher unsere Qual wurde. Wir hopsten, skippten, fersten, kreuzten, hebelten und machten unanständige Sachen mit Fahrradschläuchen. Niemand wagte es zu sicheln (nach Baumann der Amateur-Laufstil) Der Lauftreff Wedel bewies aber auch hier ein gewisses Niveau. Sichler kamen nicht zum Zug.
In der Halle turnten wir uns den Wolf (einige auch die sieben Geißlein!). Unsere Schmerzensschreie wurden von der Musik übertönt. Da sich zwei Läufer die Matratze teilten, kam es zu (un)gewollten Annäherungen.
Laufspiele
Definition: „Als Laufspiel bezeichnet man eine von einem bestimmten Spielgedanken bzw. einer Aufgabe ausgehende Folge freudvoller Handlungen, die durch motorische Leistung und soziale Aktivität bestimmt werden. Laufspiele tragen meist Wettbewerbscharakter, können aber auch nur aus Freude am Miteinander gespielt werden, ohne die Ermittlung von Siegern.“
Eine Information, die vielen nicht bekannt war. Woher auch? Bernd wusste es natürlich. Geradezu verzweifelt versuchten wir zu gewinnen. Bloß nicht Letzter sein! Ein aussichtsloses Unterfangen. Als wir im Rechteck zu gut liefen, vergrößerte Bernd das Feld. Die Läufer waren planlos, teilweise völlig orientierungslos und haltlos (ach Susanne, so chaotisch hast du dich aber nicht benommen!) – aber voller Freude am Miteinander. Am Ende gab es einen Gewinner: Bernd, der immer noch lächeln konnte. Freundchen...
Mittlerweile fühlten wir uns extrem gut. Wir waren echte Läufer. Uns konnte man nichts anhaben. Wir waren DIE Sportler. Kein Modell, kein Olympionike konnte sich mit uns messen! Wir waren durchtrainiert bis zum kleinen Zeh und mit Fachwissen voll bepackt.
Dann stellte jemand eine Sahnetorte auf den Tisch. Unser Ego konnte knapp gerettet werden (einige hatten es schwerer als Andere).
Am Abend zeigten uns Sylvia und Bernd Fotos von Ruth in Chile (für Ruth, die während des Erdbebens im letzten Jahr sehr geschädigt wurde, hat der Lauftreff bei den beiden letzten Sommerfesten gesammelt; Bernd und Sylvia haben mehrere Jahre in der vom Erdbeben am stärksten betroffenen Stadt gelebt.) . Da den meisten das Land und die Lebensumstände unbekannt sind, war es faszinierend, die Bilder zu sehen und die Berichte zu hören.
Ein jeder hatte wohl noch ein Fläschchen auf seinem Zimmer, dass er jetzt hervorkramte. Sehr vorsichtig nahm man sich ihrer an, wohl wissend, dass zum Muskelkater nicht noch der andere Kater kommen sollte. Dennoch ...
Da die meisten dann doch leicht angeschwipst, waren, nutzte Doris die Gunst der Stunde und ging mit ihrem Marathon- & Staffelmarathonplan durch die Reihen. Letztendlich standen dann 11 Leute auf der Marathon- und 21 Leute auf der Staffelliste, die sich 2012 (in unserem Jubiläumsjahr) am Hamburg-Marathon beteiligen wollen. Leider wissen die meisten (sehr stark übertrieben !) nichts davon...
Gekonnt überspielte sie es dann mit einem Frage-Antwort-Spiel, dass eindeutig lustig, aber nicht gerade aktuell war. In der Tat kamen weder Dämonen, Zombis, Racheengel, Aliens oder blutrünstige Zauberer drin vor. Auch auf die Forderung: „Mehr Blut!“ konnte sie nicht angemessen parieren. Kopfschüttelnd bedachten wir Doris' kindliche Naivität.
Das Frühstück ließ die Diskussion aufkeimen, wieviel Zeit unsere Mägen benötigen würden, um einen erbrechungsfreien 2-Stunden-Lauf zu überstehen. Die Taffen legten ein Stündchen Puffer fest und die Ängstlichen aßen eben nichts oder nicht so viel.
Nach einer kurzen Lagebesprechung musste Doris sich noch einmal so richtig mit einem Namensspiel beliebt machen. Leider gab es kein Entkommen und so mussten wir schweren Herzens kurz vor Schluss des Wochenendes noch alle 41 Namen lernen und hinnehmen, dass man uns ab diesem Zeitpunkt direkt ansprach. Stolz stellten wir fest, dass das gar nicht so schwer war, zumal einige die Namen schon vorher kannten, beschlossen aber trotzdem, uns an Doris zu rächen.
Nicht, dass uns bereits alles weh tat. Sportbegeistert, wie wir waren, gab sich niemand die Blöße. Zwei Stunden laufen. Passt schon. Wundersame Erkenntnis: Strandlauf ist anstrengend. Auf dem Rückweg zog sich der Deich ins Unendliche. Ich schwöre: Auf dem Hinweg war der nicht so lang! Alle waren erschöpft. Alle? Nein, Hardy (einer der flotten Älteren!) langweilte sich zu Tode, fing an zu skippen und mit einem herzzerreißenden Blick fragte er, ob er bei der schnellen Gruppe mitmachen dürfe. Saus, weg war Opa Hardy.
Die Frauen hatten einstimmig beschlossen, dass Anne sich als erste den kalten Duschen stellen sollte. Da sie aber permanent kreischte, wird die Wahl nächstes Jahr wohl auf eine andere fallen.
Man (wer sagt denn sowas?) hatte uns gesagt, dass es nach einem langen Lauf gut tut, abends 20 (so lange?) Minuten Fahrradzufahren oder ein warmes Bad zu nehmen. Ich kann das ergänzen: Wenn man die Sitzheizung im Auto auf bestialisch-heiß einstellt und sich dazu eine Wärmedecke oben rüberlegt, bringt es auch nichts, ist aber schön muggelich.
Das Abschlussessen fand in Tönning statt. War lecker.
Dann joggten wir (noch eine von Susannes Übertreibungen: es waren nicht alle!) nach Hause. Wer's glaubt...
Danke an Renate, Doris, Sylvia, Rolf, Gerd, Dirk und Bernd. Ein starkes Team.
Wenn der Schmerz nachlässt, weiß man es (was meint sie denn damit?) zu schätzten!
Susanne
(Na, wenn das keine Lust auf nächstes Jahr macht!)
Ein echtes Highlight
der Köhlbrandbrückenlauf
Am Tag der deutschen Einheit, am Montag, dem 3.Oktober, stand für mich ein ganz besonderer Lauftermin auf dem Kalender: der Köhlbrandbrückenlauf. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums hatte der Hamburger Leichtathletik-Verband eines der Wahrzeichen Hamburgs, die Köhlbrandbrücke, zur Laufstrecke umfunktioniert.
Mit einigen Mitgliedern vom Lauftreff reisten wir an und erreichten nach Bahnfahrt und
kleinem Fußmarsch den Startbereich in der Nähe der S-Bahn-Station Veddel. Hier war schon jede Menge los, es waren wohl um die 2500 Laufbegeisterte angemeldet. Zuerst erkundeten wir das Gelände ein wenig, dann umziehen, Taschen und Rucksäcke abgeben und auf den Start vorbereiten. Die Tage vorher war es sehr warm, der Sommer meldete sich noch einmal mit Macht zurück. Glücklicherweise waren die Wetterbedingungen dann doch einigermaßen erträglich. Um 15.00 Uhr wurde bei angenehmen Wärmegraden gestartet. Kurzes Gewusel nach dem Start am Windhukkai, dann zog sich das große Läuferfeld auseinander und jeder konnte sein Tempo laufen. Über den Veddeler Damm und Roßdamm ging es – und hinauf auf die Köhlbrandbrücke. Mit Mühe oben angekommen, kam schon das Laufidol schlechthin, Dieter Baumann, leichtfüßig, ästhetisch und locker lächelnd der staunenden Läufermenge entgegen. Digitalkameras wurden gezückt, Fotos von der atemberaubenden Kulisse des Hamburger Hafens geschossen – ein wirklich unvergessliches Erlebnis!
Weiter ging es gen Westen die gewaltige Brücke wieder hinunter, nach der Wende zurück und erneut rauf auf die Brücke. Ein einsamer Dudelsackpfeifer versuchte die schwitzenden Läufer bei Laune zu halten. Noch ein paar Kilometer durchhalten, dann war die insgesamt 12 Kilometer lange anstrengende, aber unvergleichliche Strecke bewältigt. Die Belohnung: eine Medaille, reichlich alkoholfreies Bier und die Erinnerung an ein tolles Event. Noch eine Weile erholten wir uns im Zielbereich, plauschten und waren uns sicher, bei einer Wiederholung im nächsten Jahr erneut dabei zu sein.
M. Koch
Einer der Höhepunkte in unserem Laufjahr
Volkslauf in Waldenau 2011
„Die sind wahrscheinlich mit einem Bus gekommen!“ Mit „die“ waren wir gemeint, der Lauftreff Wedel. Wie in den vergangenen Jahren waren wir wieder die größte angemeldete Gruppe, 46 Läuferinnen und Läufer wollten über die drei angebotenen Strecken 5,2 km, 10,1 km und den Halbmarathon starten. Leider konnten am Ende nicht alle mitlaufen, aber dennoch stellten wir die meisten Teilnehmer - so konnten wir nach Schluss der Veranstaltung bereits zum 4. Mal in Folge als größte Gruppe das Fass Bier wieder nach Wedel rollen. Auf unserem traditionellen Lauftreff-Sommerfest werden wir es uns schmecken lassen!
Auch läuferisch haben sich bei diesem mittlerweile 36. Waldenauer Volkslauf bei guten Laufbedingungen manche Träume erfüllt: unsere beiden Christians liefen über die Halbmarathondistanz und über 10 km jeweils persönliche Bestzeiten, wobei besonders die HM-Zeit von Christian K. mit 1:34 h Erwähnung verdient, denn es war sein erster Halbmarathon! Tatjana lief die 10 km zum ersten Mal unter einer Stunde, eine Leistung, die sie selber lange nicht für möglich hielt. Bernd lief fast auf den Tag ein Jahr nach seiner Herz-OP wieder einen Halbmarathon, ohne Probleme und Beschwerden. Auch all die anderen, die sich am Sonntag laufend durch den Klövensteen bewegten und deren Namen wir hier nicht individuell aufführen, seien an dieser Stelle noch einmal beglückwünscht. Sie alle tragen dazu bei, die Freude am Laufen und die Bereitschaft, sich immer wieder neue Ziele zu setzen, im Lauftreff lebendig zu halten. Schade, dass nach den Läufen starker Dauerregen einsetzte, so dass der gemütliche Plausch bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen diesmal etwas kürzer ausfiel.
Der Waldenau-Lauf ist aus unserem Laufkalender nicht mehr wegzudenken – eine tolle Veranstaltung und perfekt organisiert. „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei“, meinten Astrid und Kim, die zum ersten Mal an einem Volkslauf teilnahmen und locker das Ziel erreichten. Dank der gewachsenen freundschaftlichen Beziehungen zu den umliegenden Lauftreffs werden wohl einige Läuferinnen und Läufer mehr zum Gegenbesuch nach Wedel kommen, zum 10. Neujahrslauf am 01.01.2012.
Bernd Scherzinger
Kann Laufen süchtig machen?
Der zweite Infoabend des Lauftreffs in diesem Jahr
Am Donnerstag, dem 16.06.2011 veranstaltete der Lauftreff des Wedeler TSV einen Informationsabend zum Thema „Laufen und Sucht“.
Sowohl unter Psychologen und Sportwissenschaftlern als auch in der Öffentlichkeit ist unumstritten, dass moderate sportliche Betätigung einen positiven Beitrag zu einer gesunden Lebensweise leistet. Für die Wissenschaft ist Sucht nicht ausschließlich an den Gebrauch verbotener Substanzen gebunden. Glücksspiel, exzessiver Internetnutzung oder extremem Kaufverhalten wird beispielsweise ebenfalls Suchtpotential zugeschrieben. Wie verhält es sich nun mit dem Ausdauersport und insbesondere mit dem Laufen?
Dieser Frage ging der Psychologe und Marathonläufer Frank Ebert in einem Referat mit anschließender Diskussion auf den Grund. „Sucht ist nicht nur neurobiologisch, sondern auch durch Verhaltensänderung geprägt. Dazu können der Rückzug aus dem sozialen Leben und Entzugserscheinungen gehören“, meint Ebert. Jogger, die regelmäßig laufen, berichten, dass ihre Stimmung instabil wird, wenn sie einige Wochen ihrem Hobby nicht nachgehen können - erste Anzeichen eines Entzugs?
Mit Hilfe eines Fragebogens konnte jeder der knapp 20 Anwesenden selbst einschätzen, ob bereits Abhängigkeitstendenzen bestehen. Die Freizeitläufer und Wettkampfteilnehmer konnten dabei allerdings für sich feststellen, dass bei ihnen eindeutig die positiven gesundheitlichen Aspekte des Laufens dominieren. „Laufen wird sogar bei bestimmten Konstellationen als therapeutisches Mittel eingesetzt“, meinte die ebenfalls anwesende erfahrene Suchtberaterin des Sozialtherapeutischen Zentrums, Margit Lemke.
Lauftreffmitglied Frank Ebert, der Referent, ist auch bekannt als "Laufender Roland von Wedel" und dadurch neben unserem "Laufhund Lucky" fast schon ein Maskottchen unseres Lauftreffs. Dieses schöne Bild von ihm hat Klaus Friese während des HASPA Hamburg Marathon 2011 aufgenommen. Da kann man nicht so leicht dran vorbeisehen und deshalb hat es dieses Foto auch in die Photostrecke über dieses grosse Ereignis bei Achim Achilles geschafft.
Foto: Klaus Friese/Flickr.com
Mal nicht laufen
Eine Radtour nach Kollmar
Am Sonnabend, dem 28.05.2011 stand die jährliche Fahrradtour des Lauftreffs Wedel auf dem Kalender. Morgens gegen 9.30 schwangen sich einige regenwetterfeste Lauftreffler bei durchwachsenem Wetter auf ihre Sättel. Kollmar in der Nähe von Glücksstadt an der Elbe war das Ziel. Ich persönlich hatte mit etwas mehr Beteiligung gerechnet, aber auch in kleiner Besetzung hatten wir einen schönen Tag. Das Wetter am Morgen war noch unschlüssig, wie es sich entwickeln wollte. Aber bis zum frühen Abend blieb es trocken und eigentlich war es prima Radelwetter. Unsere Reiseleiterin Claudia war mit Ihrem privaten Wetterdienst ständig verbunden und konnte uns somit immer den aktuellen Stand der angekündigten Regenfront mitteilen.
Auf der Hinfahrt nach Kollmar ging es immer am Deich entlang. Nach ungefähr 1 ½ Stunden erreichten wir unsere Verpflegungsstation in Kollmar. Der beschauliche Ort ist durch landwirtschaftliche Nutzung geprägt. In der Gemeinde gibt es Ortsteile, die im frühen Mittelalter Siedlungen waren und urkundlich vor Kollmar erwähnt wurden. Wir stärkten uns mit Fischbrötchen und anderen Leckereien. Zurück ging es langsam durch das Binnenland, einer abwechslungsreichen Marschlandschaft - für mich eine völlig neue Gegend, die Ecke um Kollmar kannte ich vor dieser Tour noch gar nicht.
Eine spannende Sache war die Überquerung der Krückau. Auf Deutschlands kleinster Fähre wurden wir vom Fährmann mitsamt Fahrrädern über den nur wenige Meter breiten Fluss gesetzt. Viel mehr als drei Passagiere mit Fahrrad passen allerdings auf die „Hol över“ nicht drauf. Nach einer Fahrzeit von ca. 3 Minuten kamen wir trockenen Fußes auf der anderen Uferseite an.
In Hohenhorst mussten wir nach teilweise anstrengender Fahrt gegen den Wind unbedingt eine Pause einlegen. Zufälligerweise lag ein Café auf unserer Strecke. Nach Stärkung mit leckerem Kuchen und Kaffee, Schokolade und Tee ging es dann auf das letzte Teilstück Richtung Wedel. So gegen halb fünf kamen wir dann einigermaßen geschafft wieder in Wedel an.
Die Tour war klasse, wir haben ungefähr 3271 Schafe gezählt, knapp 65 km bewältigt und das Wetter hat letztlich mitgespielt, was will man mehr.
Dank noch mal an unsere Reiseleiterin, wir sehen uns bei der nächsten Tour.
Michael Koch
Es war eine wahre Hitzeschlacht
Der HASPA Hamburg Marathon 2011 aus der Sicht eines Mitglieds unseres "Lauftreff-Marathon-Fanclubs"
Am 22. Mai 2011 war es wieder soweit. Der HASPA Hamburg Marathon stand für nicht weniger als 17 Wedeler Lauftreffler auf dem Terminplan. Für mich war es die erste Teilnahme an einem Marathon. Wie in den letzten Jahren teilten sich die Sportbegeisterten in zwei Teams. Eine Gruppe, die sportlich aktiven, begaben sich auf die Laufstrecke über die Marathondistanz von 42,195 km. Die zweite Gruppe war für die Unterstützung zuständig, sowohl in Form von mitgebrachten Getränken und Verpflegung als auch für die moralische Betreuung während des Laufes. Ich gehörte also zum sogenannten Fanclub – und der bestand aus sage und schreibe 24 Leuten!
Die Vorbereitung der Aktiven auf diesen Lauf begann schon Ende letzten Jahres mit einem speziellen Trainingsprogramm. Es wurden lange Ausdauerläufe aber auch Tempoläufe und weitere Einheiten bewältigt, um die nötige Fitness und Ausdauer für eine so lange Strecke zu bekommen. Am Tag vor dem Lauf trafen sich alle Teilnehmer zur traditionellen Pasta Party. Diese fand in diesem Jahr bei Sylvia und Bernd statt. Bei tollem Wetter kam eine gut gelaunte Truppe zusammen, die Pasta satt und andere Leckereien im schönen Garten der beiden genoss. Am Abend zerstreute sich die Mannschaft, um sich auf den morgigen Tag vorzubereiten.
Sonntags ging es früh los. Die Sportler machten sich bereits um 7.30 Uhr auf die Reise nach Hamburg, um rechtzeitig am Start zu sein. Der Fanclub hatte etwas mehr Zeit, für uns ging es um 8.30 Uhr los, schwer bepackt mit Verpflegung und vielen Utensilien zur akustischen Unterstützung für die Läufer. Unser erster „Einsatzort“ war ein Platz an der Hafenstrasse in der Nähe der Landungsbrücken. Das Wetter war morgens schon sehr warm. Kurze Zeit nach unserem Eintreffen kamen auch schon die ersten Läufer – noch relativ fit. Ganz an der Spitze, wie fast bei jedem Marathonlauf weltweit, farbige Athleten mit einem beeindruckenden Laufstil, auf den man als Freizeitläufer nur neidisch werden kann.
Ehrlich gesagt: nicht nur unsere Helden wirkten nicht mehr ganz so frisch. An diesem Punkt des Laufes sah man etlichen Teilnehmern die enorme Anstrengung an. Inzwischen entwickelte sich der Marathon nämlich zur echten Hitzeschlacht. Es wurde schwül und bis 28° heiß!!!! Hier waren wir als Motivatoren und „musikalische“ Unterstützer gefragt, aber auch unsere Getränke und Powergels brachten etwas Schwung in die ausgelaugten Körper. Danach ging es weiter zum Zielbereich, um auch hier noch einmal die Truppe aufzumuntern. Nach und nach kamen die Läufer ins Ziel. Alle, die an einem Marathon teilnehmen, sind eigentlich Sieger, die Zeit ist eher nebensächlich – gerade bei den heutigen extremen Wetterbedingungen. Die Finisher können wirklich stolz auf sich sein, egal, ob sie ihre anvisierte Zielzeit erreichten oder nicht. Für mich jedenfalls war es ein schöner Tag und eine neue Erfahrung. Ich bin mir bei aller Begeisterung aber nicht sicher, ob ich irgendwann mal solch eine Anstrengung auf mich nehmen werde.
Wie das Bild belegt, nehmen auch gekrönte Häupter, wie hier der Wedeler Roland, am Laufevent teil. Übrigens wurden auch Weihnachtsmann, Engel und Teufelchen
und weitere bekannte Personen auf der Strecke gesichtet.
Michael Koch
Vom Laufeinsteiger zum Laufbetreuer
Noch ein Bericht zum Einsteigerkurs 2011
In diesem Jahr stand ich beim Einsteigerkurs, den der Lauftreff Wedel seit Jahren anbietet, mal auf der anderen Seite. Im letzten Jahr noch selbst Laufeinsteiger und Greenhorn und in diesem Jahr schon als „Betreuer“ dabei, um (Wieder-) Einsteigern das Laufen schmackhaft zu machen. Mitte März ging es los. Nach diversen Ankündigungen in Zeitungen und Flyern, aber auch durch Mundpropaganda, kam die erstaunliche Anzahl von über 50 Interessierten zum ersten Treffen. Nach kurzer Einführung durch Renate begann der Laufeinsteigerkurs zunächst im Elbestadion.
Es wurden zwei Gruppen gebildet, eine etwas flotter, die andere ein wenig gemächlicher. Wir drehten einige Runden im Stadion, am Anfang mit regelmäßigen Gehpausen. Die Pausen wurden immer seltener und nach drei Abenden im Stadion ging es das erste Mal raus in die Natur. Auch hier wurden die Laufeinheiten länger und die Pausen weiter reduziert. Ziel des Laufeinsteigerkurses war es, sechs km „am Stück“ - also ohne Gehpausen - zu bewältigen. Erfreulicherweise schafften es fast alle!
Nachdem wir uns einige Wochen fit gemacht hatten, stand ein weiterer Höhepunkt an: die Teilnahme beim Förderlauf am 8. Mai. Es galt eine Strecke von 5 km zu bewältigen. Die Einsteiger und die Mitglieder vom Lauftreff stellten eine beachtliche Gruppe von 60 Läufern. Bei schönem Wetter war das der Höhepunkt des Kurses und alle Beteiligten hatten viel Spaß.
Mitte Mai begann für die Lauftreffmitglieder wieder der normale Alltag mit Treffen am Dienstag und Donnerstag um 19.00 Uhr. Auch nach dem Ende des Kurses sind noch viele Neueinsteiger dabei auf dass unsere Laufgemeinschaft stetig wachse...
Michael Koch
Orthopädische Grundlagen des Laufens
Erster Informationsabend des Lauftreffs in diesem Jahr fand reges Interesse
Der Schulungsraum der Geschäftsstelle des Wedeler TSV platzte aus allen Nähten: Mehr als 40 Interessierte waren zur Informationsveranstaltung der Lauftreffs Wedel am Dienstag, dem 10.05.2011 um 19.00 Uhr zum Thema „Orthopädische Grundlagen des Laufens“ erschienen.

Knieprobleme beim Laufen? Sprunggelenksbeschwerden, Achillessehnenreizung, Fersensporn – die möglichen Einschränkungen, die den Spaß am Laufen vermindern, können erheblich sein.
Als kompetenter Referent stand der erfahrene Spezialist vom Institut für Biomechanik und Orthopädieschuhtechnik aus Kiel, Michael Kriwat, zur Verfügung. In seinem lebendigen Vortrag mit vielen Praxistips ging er besonders auf die Merkmale der Beine und Füße und die Zusammenhänge zwischen Beinachse und Körperstatik ein. Eine gute Aussagekraft habe die Videoanalyse. Alle Fragen rund um das Thema wurden kompetent beantwortet. „Ich möchte mit dem Vortrag erreichen, dass Läufer ein Verständnis für das Zusammenwirken zwischen Muskulatur, Sehnen und Knochensystem erhalten“, so Kriwat. Eine Steigerung der Umfänge alleine führe nicht zur Leistungssteigerung, die Kräftigung des Muskelapparates sei mindestens genau so wichtig, so der Experte. Insbesondere der Aspekt der Muskelkräftigung und hier der Bereich der Rumpfmuskulatur ließ manche der gesundheitsbewussten Freizeitläufer als auch der ambitionierte Wettkampfteilnehmer sehr nachdenklich werden.
Rekordbeteiligung beim 11. Förderlauf
Es war wieder ein tolles Fest
Strahlend blauer Himmel, bestens gestimmte Teilnehmer, Volksfestcharakter pur: Alles stimmte, als Dieter Napiwotzki, Vorsitzender des Fördervereins Krankenhaus Wedel e.V., nicht weniger als 623 Läuferinnen und Läufer begrüßte. Außerdem waren Landrat Oliver Stolz und die Bürgermeister von Wedel, Holm und Hetlingen erschienen, Familienangehörige der Teilnehmer, viele Zuschauer und Interessierte und natürlich auch die Organisatoren, Unterstützer und Helfer, ohne die solch eine große Veranstaltung gar nicht durchzuführen ist. Beste äußere Bedingungen also und dank der guten organisatorischen Vorbereitung war ein reibungsloser Ablauf des 11. Förderlaufs durch die Elbmarsch garantiert. Vier attraktive und a
mtlich vermessene Strecken über 2,5 km, 5 km, 10 km und den Halbmarathon warteten auf die Aktiven.
Der Lauftreff war zum zweiten Mal Mitveranstalter und damit maßgeblich beteiligt bei der Organisation und Durchführung des Laufs. 25 Lauftreffler waren bei der Vorbereitung, an den Trinkstellen, bei der Anmeldung, der Einrichtung der Kilometermarkierungen, bei der Medaillenausgabe, der Siegerehrung, als Fahrer des Shuttlebusses und in vielen weiteren Funktionen sichtbar oder hinter den Kulissen aktiv. Darüber hinaus trugen die Absolventen des Einsteigerkurses und Mitglieder des Wedeler Lauftreffs als Läuferinnen und Läufer zum Gelingen der Veranstaltung bei. Neben dem Gesundheitsaspekt der Fitnessläufer kam der Leistungsgedanke bei den Ambitionierteren nicht zu kurz und auch nicht das eigentliche Ziel: mit den Erlösen des Laufs den Ausbau sozialer Einrichtungen für die Patienten der Wedeler Regio Klinik zu unterstützen – nach dem Motto laufend etwas Gutes tun – für sich und andere.
Durch die überregionale Verbreitung, die über den Lauftreff möglich wurde (z. B. durch die Veröffentlichung im Deutschen Volkslaufkalender und diversen Laufzeitschriften) kamen erheblich mehr Teilnehmer zu der Veranstaltung als bisher. Die Ultraläuferin Brigitta Biermanski aus Rheinland-Pfalz beispielsweise erfuhr auf diesem Wege vom Förderlauf. Sie war völlig begeistert von der wunderschönen Laufgegend, der Stadt Wedel und vor allem der Gastfreundschaft und guten Laune der Wedeler. „Im nächsten Jahr bringe ich meine ganze Laufgruppe mit“, meinte sie zufrieden nach dem Lauf und dem Nudelgericht bei Kaffee und Kuchen. Dabei erfuhr sie beim lockeren Plausch, dass sie sich die Auslaufparade der Großsegler, der „Queen Mary II“ und weiterer Schiffe des Hamburger Hafengeburtstages unbedingt noch anschauen müsse. Dann entschwand sie, um ihren Aufenthalt in Wedel um einen weiteren Tag zu verlängern.
Rolf Eichfelder
Enormer Zulauf beim Einsteigerkurs
Unser Kurs für Laufanfänger wird immer beliebter
Seit mehreren Jahren bietet der Lauftreff Wedel einen 8-wöchigen Einsteigerkurs für Laufanfänger und Wiedereinsteiger an. Die Resonanz war bisher schon immer sehr groß. Mit dem rekordverdächtigen Ansturm von nicht weniger als 56 Anmeldungen in diesem Jahr hatte allerdings niemand gerechnet. Angelika, Margit, Renate, Ute, Manfred und Michael waren echt gefordert, die motivierten Teilnehmer möglichst individuell an das Laufen heranzuführen. Erstaunlich war, dass etliche Teilnehmer von weit her anreisten, um unter fachlicher Anleitung den Zugang zum Laufen zu finden. „Bei uns gibt es so etwas nicht“, meinte z. B. Nicole, die mit ihrer Arbeitskollegin extra von Wandsbek nach Wedel kam. In verschiedenen Laufgruppen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, bei Aufwärm-, Dehn- und Kräftigungsübungen waren die Teilnehmenden eifrig bei der Sache. Mit viel Spaß und mancher Anstrengung gelang es tatsächlich fast allen, das Ziel des Kurses zu erreichen: 6 km „am Stück“ zu laufen – also ohne Gehpause diese Strecke zurück zu legen. Die jüngste Teilnehmerin war 26, Barbara 62 Jahre alt. 80 % waren weiblich. Der Höhepunkt am Ende dieses Einsteigerkurses war die gemeinsame Teilnahme am Wedeler Förderlauf am 8. Mai über die Distanz von 5 km. Viele nahmen erstmalig an einem solchen Lauf teil, noch dazu bei bestem Wetter – und waren begeistert. „Das hätte ich nie gedacht, dass Laufen so viel Spaß macht“, meinte die übergückliche Susanne, als sie nach dem Zieldurchlauf ihre Urkunde in Empfang nahm.

Die "Neuen" und ihre Laufbetreuer
Rolf Eichfelder
Guter Rutsch ins neue Jahr
Ein kleiner Bericht vom Neujahrslauf 2011
Knapp 100 Teilnehmer setzten ihre guten Vorsätze für das neue Jahr bei dem 9. Neujahrslauf des Lauftreffs Wedel am 01.01.11 gleich in die Tat um. Mehr oder weniger fit hatten alle ihren Spaß und einige auch ihre Mühe, Strecken zwischen 2,5 und 10 km läuferisch zurück zu legen. Nicht nur die z. T. lange Silvesternacht, sondern auch der extrem schwierige Untergrund mit Pfützen, Schnee und Eis am Freizeitpark Wedel, in der Wedeler Marsch und entlang des Deiches machte es den Läuferinnen und Läufern nicht gerade leicht, das Ziel zu erreichen. Eine Medaille und vor allem das Büfett mit dem alkoholfreien Punsch entschädigten dann für die erste Herausforderung des Jahres. Gut gelaunt saßen und standen alle Mitwirkenden bei einem lockeren Plausch noch lange zusammen.
Die weiteste Anfahrt hatte Jürgen Seus hinter sich. Aus dem Hunsrück angereist, erfuhr er durch seine Freundin von dem „Kultlauf“ in Wedel. Spontan entschied er sich, mit geliehenen Laufschuhen mit zu laufen und absolvierte die 10 km-Strecke mit Bravour. Die Organisatoren des Lauftreffs Wedel waren zufrieden mit der Resonanz: „Es hat wieder alles toll geklappt – und Gott sei Dank sind alle heil im Ziel angekommen“. Ältester Teilnehmer war übrigens der „Roland von Wedel“, der immerhin die 2,5 km wacker durch hielt.
Der Neujahrslauf 2012 wirft bereits seinen Schatten voraus: er findet am 01.01.12 zum 10. Mal statt. Für diesen Jubiläumslauf wird sich der Lauftreff noch einiges einfallen lassen.
Die 10 km Läufer starteten als Erste...
... es war teilweise wirklich verdammt glatt ...


... aber es schien auch herrlich die Sonne...
... und das Freiräumen der Laufstrecke wurde vom Wedeler Roland höchstpersönlich überwacht.
R.M.
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